Im Rahmen des GL-Unterrichts zur Unterrichtseinheit „Das Leben im 2. Weltkrieg“ besuchten die 10. Klassen gemeinsam mit ihren Klassenlehrern am Dienstag, den 06. Februar 2018 das KZ Buchenwald nahe Weimar. Nach einem informierenden Filmeinstieg gab es eine zweistündige Führung auf dem Gelände des KZs.

Dort wurde den Schülern von den Mitarbeitern sehr anschaulich erläutert, wie das Leben im KZ ablief. Zunächst erhielten die Schülerinnen und Schüler einen Überblick über die Lage und den Aufbau des Geländes sowie über die Funktion der einzelnen Gebäudeteile.

buchenwald

Die unmittelbare Erfahrung, Geschichte am Originalort zu erleben, fügte dem bisher im Unterricht Gelernten eine neue Dimension hinzu. Die eisige Kälte auf dem Appellplatz machte es für die Schüler nachfühlbar, wie sich die Häftlinge gefühlt haben müssen, als sie auch im Winter - bis zu drei Stunden täglich - beim Appell im Freien stillstehen mussten. Die emotionale Darstellung der Mitarbeiter der Gedenkstätte ließen die Schrecken der Zeit lebendig werden.
Besonders die Schilderungen des Alltags der Insassen des Arbeitslagers berührte die Schüler. Unmenschliche Lebensverhältnisse, willkürliche Gewaltanwendung der Wärter, täglich elf Stunden Arbeit in der Waffenfabrik – kein Aspekt des Lebens im Lager ist mit unserer Vorstellung von Menschenwürde in Einklang zu bringen.

Das Lager wurde durch die amerikanischen Soldaten am 16.April 1945 befreit – die Uhrzeit des Eintreffens der Befreier ist noch heute an der Uhr über dem Eingangstor abzulesen. Bis dahin kostete die Haft im Arbeitslager ca. 50 000 Menschen verschiedener Nationalitäten und Gesinnungen das Leben.
In den folgenden Unterrichtsstunden ist es daher nötig, die Eindrücke zu verarbeiten und zu besprechen.