Besuch aus Nicaragua

Nun sind einige Monate seit unserer Rückkehr von der Studienreise nach Nicaragua vergangen, die im Sommer 2102 stattgefunden hat. Diese Reise war ein großer Erfolg und hat bei allen Teilnehmern nachhaltige Spuren hinterlassen.

In der Zeit vom 24.9. bis 13.10.2013 erwarten wir den Gegenbesuch aus Diriamba/Nicaragua.
Genauso wie die Studienreise nach Nicaragua wird dieses Projekt gemeinsam mit der Nicaragua-AG der Heinrich-Böll-Schule in Bruchköbel durchgeführt. Schüler sowie Lehrer sind von der Partnerschule der Heinrich-Böll-Schule „Instituto Nacional Diriangén“ und der Patenschule der Käthe-Kollwitz-Schule „“Instituto René Schick“.
Lehrer sowie Schüler sind in Gastfamilien untergebracht. In einem umfangreichen Programm werden die Teilnehmer vielfältige Erfahrungen machen, z.B. das Kennenlernen der deutschen Familienkultur, die Teilnahme am Schulalltag in Deutschland, die Erkundung der Struktur des Rhein-Main-Gebietes durch Besuche und Treffen mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft.
In diesem Jahr steht der Besuch unter dem Schwerpunktthema „Das duale Ausbildungssystem in der beruflichen Bildung“. Dazu werden berufliche Schulen in Hanau mit ihren unterschiedlichen Ausbildungsstätten besucht, Hospitationen in Betrieben des Praktikums durchgeführt, aber auch die überbetriebliche Ausbildungsstätte der Kreishandwerkerschaft in Hanau und das Projekt „Pilot“ der evangelischen Kirche einbezogen.
Der Grundgedanke, Jugendlichen aus verschiedenen Kulturen die Möglichkeit zu geben, sich nicht nur fachlich, sondern vor allem auch als Menschen nachhaltig weiterzuentwickeln, indem sie eine völlig andere Realität hautnah miterleben können, ist ein wichtiger Beitrag zur Völkerverständigung und der Achtung vor der Andersartigkeit.

Ausstellung „Überlebenswelten – Lebenswege in Nicaragua“

Landfrauen, Maquilaarbeiterinnen und Menschen aus der Überlebensökonomie der Städte berichten über ihre Überlebensstrategien, mit der sie ihr Leben, ihren Alltag und ihre Arbeit organisieren sowie über ihre Träume, Hoffnungen und Sorgen.

Die Ausstellung gibt ein anschauliches Bild von den Lebenswegen dieser Menschen und ein aktualisiertes Bild der soziopolitischen und wirtschaftlichen Lage in Nicaragua. Sie lädt ein, die persönlichen Berichte einfach auf sich wirken zu lassen und regt an, die eigene Lebenswirklichkeit in einem globaleren Kontext zu sehen und zu verstehen. Die Intention ist hierbei nicht, auf die Tränendrüse zu drücken, ein schlechtes Gewissen oder eine Hilfswelle zu aktivieren, sondern im Hier und Jetzt zu erkennen, wie die Veränderungen hier mit denen in Nicaragua verknüpft sind, welche ähnlichen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Muster und Prozesse ablaufen und wo und wie es von daher sinnvoll wäre, in und an unseren Lebenssituationen etwas zu verändern, sich kennen zu lernen, sich zu solidarisieren und gemeinsam für ein besseres Leben zu streiten.

Die Ausstellung kann kostenlos besucht werden:
in der Heinrich-Böll-Schule Bruchköbel vom 17.9. bis 27.9.2013 im Lernzentrum
in der Käthe-Kollwitz-Schule vom 1.10. bis 11.10.2013 in der Mensa (9.00 – 15 Uhr)

Mechtild Lehmann (Nicaragua-Projekt)