Schüleraustausch Käthe-Kollwitz-Schule mit der Slinger High School in Wisconsin

Die Schulpartnerschaft zwischen Hessen und Wisconsin besteht nun schon seit 1990. Auch dieses Jahr nahmen acht Schüler und Schülerinnen, begleitet durch eine weibliche und männliche Lehrkraft, am Austausch zwischen dem 05.10.2014 und 23.10.2014 in Slinger teil. Acht Gastfamilien sowie zwei Gastlehrer nahmen die deutschen Austauschschüler und Austauschlehrer auf. Highlight im Anschluss an die Zeit in Slinger war der Besuch der amerikanischen Großstadt Chicago und deren Sehenswürdigkeiten. Hervorragend organisatorisch und inhaltlich vorbereitet wurde der Austausch durch Frau Höll in Deutschland, welche mit den Schülern eine Amerika-AG etablierte, die sich auch am Tag der offenen Tür der KKS präsentiert.

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Die Zeit in Slinger war geprägt durch das Kennenlernen des Schulsystems und der Gastfamilien sowie deren amerikanischen Kultur. Hierbei war zu beobachten, dass die anfänglichen Sprachprobleme von Tag zu Tag besser wurden, und sich auch Freundschaften über die Austauschschüler hinaus bildeten.
Das amerikanische Schulsystem mit den 9 Unterrichtsstunden, den Regeln und dem etwas anderen Unterricht nahmen die Schüler sehr differenziert wahr. Wir bekamen die Möglichkeit in allen Fachbereichen u.a. Sport-Musik-Arbeitslehre teilzunehmen und sahen verschiedene Klassenstufen und Leistungsniveaus. Auch die Lehrpersonen bekamen die Möglichkeit zu hospitieren und teilweise zu unterrichten. Hier zeigte sich wie unterschiedlich doch die Kulturen sind, und wie wenig die amerikanischen Schüler über Europa und Deutschland wissen. Auch Klischees, dass jeder Deutsche in „Lederhosen“ herumläuft und „Weißbier trinkt“ konnten abgebaut werden. Vorurteile hinsichtlich der deutschen aber auch der amerikanischen Kultur konnten somit in diesem Austausch genommen werden. Signifikant dafür war der Abschied in den Gastfamilien und in der Schule. Die geschlossenen Freundschaften wurden mit vielen Tränen verabschiedet, auch durch die Gastmütter für die „a new daughter/ son“ nun wieder verreist.

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Beeindruckend in der Schule waren die strikte Konsequenz und das hervorragend funktionierende Regelwerk der Schule sowie die exzellente technische und räumliche Ausstattung der Slinger High School. Jeder Lehrer hatte sein eigenes Klassenzimmer, welches er somit individuell für sein Fach einrichten konnte. Auch ein so differenziertes und vielfältiges Sport - und Musikangebot der Schule wünschten sich die Schüler der Käthe-Kollwitz Schule an ihrer Schule. Auch die Gespräche mit dem „guidance councelors“, dem Headmaster, dem Police Officer von Slinger waren sehr fruchtbar und anregend und Ideen konnten hier ausgetauscht werden.

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In dieser Zeit in Slinger unternahmen wir viele Ausflüge, die durch die amerikanische Austauschkollegin organisiert wurde. Unsere Ausflugziele waren unter anderem das Sheriff Department in West Bend. Dort bekamen wir eine Führung durch die gesamte Poizeistation. Anschließend besuchten wir ein modernes Kunstmuseum, wo ausschließlich Künstler aus Wisconin ausstellen, sowie das örtliche YMCA, das örtliche Fitnesscenter. Ein weiterer Ausflug ging zum „House on the Rock“. Auch besuchten wir die Stadt Milwaukee. Wir erkundeten die Stadt und das Public Museum. Auch das Calatrava-Museum, mit seiner außergewöhnlichen Architektur wurde besichtigt. Die Ausflüge waren sehr interessant und sehr gut geplant und sie wurden natürlich mit einem „gelben“ Schulbus durchgeführt. Auch German Town, und die Geschichte der deutschen Aussiedler sowie das Oktoberfest waren Punkte auf diesen Ausflügen.

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Zum Abschluss der Reise ging es nach Chicago. Diese letzten zwei Tage waren voll mit kulturellen Sehenswürdigkeiten. Der Besuch des Searstower (Willistower), eine Architectural-Boottour und das Shedd-Aquarium waren einige Höhepunkte des Aufenthaltes in Chicago. Auch hier konnten neue Erfahrungen gemacht werden und der „amerikanische Way of Life“ in der Großstadt gespürt werden.

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Aus pädagogischer Sicht haben sich alle Schüler als gute Botschafter erwiesen. Sie vertraten Deutschland und auch die deutsche Kultur in Amerika sehr gut und halfen damit die Vorurteile und Klischees abzubauen. Auch das Verständnis für die amerikanische Kultur wuchs und die vorhandenen Vorurteile konnten hier abgebaut werden. Didaktisch konnte sich innerhalb weniger Tage die Sprachkompetenz der Schüler und Schülerinnen sehr verbessern. Für die Schüler und Schülerinnen, die fast drei Wochen in Amerika waren, hat dieser Auslandsaufenthalt zur Persönlichkeitsentwicklung beigetragen.
Einige Wochen später halten die Schüler nun immer noch ihren engen Kontakt über die sozialen Netzwerke wie Facebook mit ihren Austauschschülern und –familien.